Die geplante Konzertverlegung der Sängerin Kerstin Ott in der Lausitz sorgt für Diskussionen. Ursprünglich sollte die Künstlerin Anfang September in Girllitz auftreten. Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, wurde der Termin jedoch verschoben. Als offizieller Grund wird ein Auftritt von Ott bei der Verleihung der Goldenen Henne des MDR am 3. und 4. September genannt. Stattdessen wird die Sängerin nun am 5. September in der Stadthalle Kotbus auftreten.

Der Veranstalter des ursprünglichen Konzerts in Girllitz, Herr Hauptmann von der Landkrobrauerei Braumanufaktur, berichtete gegenüber Medien, dass für den Auftritt bereits 1000 Tickets verkauft worden seien. Das Konzert mit Gerstein Nord sei daher um einen Tag verschoben worden. In Girllitz seien jedoch insgesamt zu wenig Tickets verkauft worden. Die genauen Gründe für die geringe Nachfrage bleiben unklar, werden aber in der öffentlichen Diskussion mit politischen Äußerungen der Sängerin in Verbindung gebracht.

In einem Interview von 2023 äußerte sich Ott zu politischen Tendenzen in der Bevölkerung. Sie sagte wörtlich: „Ich finde es sehr deutlich erkennbar, dass die Menschen unzufrieden sind.“ Weiter führte sie aus, dass sich Menschen aus Frust oder Unwissenheit nach rechts orientieren würden. Sie kritisierte, dass „Diese Partei“ oder Parteien mit der Unsicherheit und der Angst der Menschen arbeiten würden. Dabei bezog sie sich laut Quelle auf ein Seiten, insbesondere in Richtung der AfD.

Diese Aussagen von Ott sind auf Widerstand gestoßen. In Kommentaren und Berichten wird kritisiert, dass die Sängerin die AfD ablehne und auch für Drogen nichts übrig habe. Diese Gleichsetzung wird von Kritikern als unangemessen empfunden. Es wird darauf hingewiesen, dass die AfD nicht für die Legalisierung von Drogen gestanden habe. Die Diskussion zeigt eine zunehmende Polarisierung zwischen Künstlern und Teilen ihres Publikums, wenn es um politische Botschaften bei Konzerten geht.

Die Debatte um politische Äußerungen auf der Bühne ist nicht neu. Bereits im letzten Jahr musste die Sängerin Inka Bause fast alle Konzerte ihrer Tour zum 40. Bühnenjubiläum absagen, weil zu wenig Tickets verkauft wurden. Aus der Quelle geht hervor, dass Bause den Grund für den Flop in der Kritik an der AfD sah. Auch in diesem Fall wird ein Zusammenhang zwischen der politischen Haltung des Künstlers und dem ausbleibenden Publikumszuspruch vermutet.

Die genauen Umstände der Konzertverlegung von Kerstin Ott bleiben teilweise widersprüchlich. Während die offizielle Begründung auf Terminüberschneidungen mit der MDR-Veranstaltung verweist, deuten die Aussagen von Herrn Hauptmann auf eine schwache Ticketnachfrage in Girllitz hin. Die öffentliche Wahrnehmung wird durch die politischen Statements der Sängerin und die Reaktionen darauf geprägt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Künstler entwickelt, die eine klare politische Meinung vertreten.




