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Wie Cem Özdemir und die Landesregierung mitten in der Wirtschaftskrise die Bürger verraten und sich selbst die Taschen füllen.VA

Es gibt Nachrichten, die lassen den normalen, hart arbeitenden Bürger nur noch fassungslos und mit einem tiefen Gefühl der Ohnmacht zurück. In einer Zeit, in der die Bundesrepublik Deutschland durch eine der schwersten wirtschaftlichen Krisen ihrer jüngeren Geschichte navigiert, in der die Inflation die Ersparnisse der Menschen auffrisst, mittelständische Unternehmen reihenweise Insolvenz anmelden müssen und Familien am Küchentisch verzweifelt überlegen, wie sie den nächsten Lebensmitteleinkauf oder die horrende Stromrechnung bezahlen sollen, sendet die politische Elite ein Signal der absoluten Skrupellosigkeit. Ein Signal, das lauter und klarer nicht sein könnte: Die Krise gilt nur für euch da unten, nicht für uns hier oben. Der jüngste Beschluss im Landtag von Baden-Württemberg zur Erhöhung der Abgeordnetendiäten ist nicht einfach nur eine politische Randnotiz. Es ist ein dramatischer Offenbarungseid, ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler und ein leuchtendes Beispiel für die himmelschreiende Doppelmoral der etablierten Parteien, allen voran der Grünen unter der Ägide von Figuren wie Cem Özdemir.

Um das volle Ausmaß dieses Skandals zu begreifen, muss man sich die nackten Fakten und die Begleitumstände dieser Entscheidung schonungslos vor Augen führen. Der baden-württembergische Landtag, beheimatet in einem der wohlhabendsten, aber derzeit wirtschaftlich stark strauchelnden Bundesländer, hat beschlossen, dass seine Abgeordneten ab Juli spürbar mehr Geld erhalten. Eine Diätenerhöhung, die automatisch an die allgemeine Einkommensentwicklung gekoppelt ist, wurde nicht etwa aus moralischen Gründen in der Krise ausgesetzt – nein, sie wurde von der breiten Mehrheit des Hauses schlichtweg durchgewinkt. Die Abgeordneten in Stuttgart gehören ohnehin schon zu den absoluten Spitzenverdienern in der deutschen Politiklandschaft. Nur in Bayern fließen die Gelder noch üppiger. Ein Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg streicht monatlich eine Summe ein, von der der durchschnittliche Facharbeiter, der Pflegebedienstete oder die Kassiererin im Supermarkt nur träumen kann. Hinzu kommen steuerfreie Kostenpauschalen, großzügige Altersvorsorgen und diverse Privilegien, die das Leben im politischen Elfenbeinturm äußerst komfortabel machen.

Dass sich diese Kaste von Spitzenverdienern ausgerechnet in dem Moment, in dem von der Bevölkerung tagtäglich Verzicht, Gürtel enger schnallen und “Solidarität” eingefordert wird, einen kräftigen Zuschlag auf das eigene Gehaltskonto genehmigt, zeugt von einer beispiellosen Abgehobenheit. Es ist der ultimative Beweis dafür, dass die politische Klasse den Kontakt zur Lebensrealität der Menschen vollständig verloren hat. Wenn grüne und schwarze Politiker in Talkshows mit ernster Miene erklären, dass wir alle Opfer bringen müssen, um das Klima zu retten, die Wirtschaft zu transformieren oder den Haushalt zu sanieren, dann meinen sie offensichtlich alle anderen – nur nicht sich selbst.

Besonders brisant und politisch aufschlussreich ist jedoch das Abstimmungsverhalten im Stuttgarter Parlament. Während sich die regierende Koalition aus Grünen und CDU, unterstützt von weiten Teilen der sogenannten demokratischen Opposition, genüsslich die Taschen füllt, gab es nur eine einzige politische Kraft, die diesen Wahnsinn stoppen wollte und geschlossen für eine “Nullrunde” stimmte: die Alternative für Deutschland (AfD). Die Argumentation der AfD-Fraktion war so simpel wie einleuchtend: In einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise, in der der Staat jeden Cent umdrehen muss und die Bürger massiv belastet werden, verbietet es sich für Volksvertreter schlichtweg, die eigenen Bezüge zu erhöhen. Man kann nicht das Land in die Rezession wirtschaften und sich für dieses eklatante Versagen auch noch finanziell belohnen lassen. Dass diese fundamentale Wahrheit von allen anderen Parteien ignoriert, ja geradezu weggelächelt wurde, zeigt, wie tief der moralische Verfall im Parlamentsbetrieb bereits fortgeschritten ist. Die AfD steht in dieser Frage als einzige Kraft da, die den Finger in die Wunde legt und die berechtigten Interessen der Steuerzahler vertritt, während die Altparteien sich in einem geschlossenen Kartell der Selbstbedienung zusammengefunden haben.

Doch der Skandal beschränkt sich nicht nur auf die Landesebene. Er offenbart eine perfide, geradezu schizophrene Doppelmoral der etablierten Parteien, wenn man den Blick nach Berlin richtet. Auf Bundesebene zeichnet sich nämlich ein völlig anderes Bild ab. Im Bundestag rudern CDU/CSU und offenbar auch die Grünen massiv zurück. Angesichts der katastrophalen Umfragewerte der Ampel-Regierung und der wachsenden Wut auf den Straßen haben die Strategen in den Parteizentralen erkannt, dass eine Diätenerhöhung im Bund derzeit politischer Selbstmord wäre. Die Union signalisiert bereits deutlich, dass sie im Bundestag gegen eine automatische Erhöhung stimmen wird, um den eigenen Hals zu retten und sich dem Wähler als demütige, krisenbewusste Partei zu präsentieren.

Man muss sich diese politische Schizophrenie buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen: In Berlin, wo das mediale Rampenlicht grell leuchtet und die Angst vor dem Wählerzorn am größten ist, gibt man sich sparsam und verantwortungsbewusst. In Stuttgart jedoch, im Schutze der landespolitischen Gemütlichkeit und einer komfortablen Regierungsmehrheit, greift man ungeniert zu. Dieselben Parteien, dieselben Netzwerke, dieselbe politische Grundüberzeugung – aber ein völlig gegensätzliches Handeln, je nachdem, was die politische Großwetterlage gerade hergibt. Diese Taktik ist nicht nur durchschaubar, sie ist ein infamer Betrug am Wähler. Sie beweist, dass es Union und Grünen nicht um moralische Prinzipien oder um Solidarität mit der Bevölkerung geht, sondern ausschließlich um den eigenen Machterhalt und den persönlichen Profit.

In diesem Kontext rückt unweigerlich die Figur von Cem Özdemir und der gesamten grünen Führungselite in den Fokus. Özdemir, der sich gerne als der volksnahe, besonnene Realo-Grüne aus dem Ländle inszeniert, steht symbolisch für eine Partei, die eine nie dagewesene Diskrepanz zwischen öffentlichem Anspruch und privatem Handeln an den Tag legt. Die Grünen predigen unermüdlich den Verzicht. Sie fordern höhere Steuern, teurere Energiepreise für den sogenannten Klimaschutz, sie reglementieren die Heizungen der Bürger und wollen den Menschen vorschreiben, wie sie zu leben, zu essen und sich fortzubewegen haben. Sie generieren sich als die obersten Moralapostel der Republik. Doch wenn es um das eigene Portemonnaie geht, ist von dieser Bescheidenheit plötzlich nichts mehr zu spüren. Die Zustimmung der Grünen zur Diätenerhöhung im Landtag ist die völlige Demaskierung ihrer moralischen Überheblichkeit. Es ist der Beweis, dass ihre Politik nicht von Altruismus getrieben ist, sondern dass sie es sich in dem System, das sie angeblich reformieren wollen, längst so bequem gemacht haben wie die schlimmsten Besitzstandswahrer der Vergangenheit.

Die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen solcher Entscheidungen auf die Bevölkerung können gar nicht dramatisch genug eingeschätzt werden. Wir erleben derzeit einen historischen Vertrauensverlust in die demokratischen Institutionen. Politikverdrossenheit ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort für jene, die ohnehin nicht zur Wahl gehen. Sie hat tief in die bürgerliche Mitte gefressen. Der mittelständische Unternehmer, der jeden Monat kämpft, um die Gehälter seiner Angestellten pünktlich überweisen zu können, während die staatliche Bürokratie ihn erdrückt; die alleinerziehende Mutter, die im Supermarkt die Sonderangebote vergleicht, weil das normale Gehalt längst nicht mehr bis zum Monatsende reicht – sie alle blicken auf Stuttgart und Berlin und sehen eine politische Kaste, die sich schamlos selbst bedient. Dieses Gefühl der systematischen Ungerechtigkeit ist das reinste Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es treibt die Menschen auf die Barrikaden und in die Arme von Protestbewegungen, weil sie das tiefe, gerechtfertigte Gefühl haben, dass der Gesellschaftsvertrag einseitig von oben aufgekündigt wurde.

Man muss sich die Frage stellen, welchem Zweck Diäten ursprünglich dienen sollten. Historisch gesehen wurden Diäten eingeführt, um sicherzustellen, dass nicht nur Vermögende ein politisches Mandat ausüben können. Sie sollten den Verdienstausfall kompensieren und eine Unabhängigkeit garantieren. Davon ist das heutige System meilenweit entfernt. Die Diäten haben sich zu einem automatisierten Selbstbedienungsladen entwickelt, der eine eigene Berufsklasse von Berufspolitikern hervorgebracht hat. Männer und Frauen, die oft den Weg vom Kreißsaal über den Hörsaal direkt in den Plenarsaal genommen haben, ohne jemals in der freien Wirtschaft einen echten Wert geschöpft zu haben. Sie tragen kein unternehmerisches Risiko, sie können nicht wegen Inkompetenz fristlos entlassen werden, und ihre Altersversorgung ist auf einem Niveau abgesichert, von dem normale Rentner nach 45 Beitragsjahren nur träumen können.

Es bedarf dringend einer radikalen Systemwende. Die Bezüge von Parlamentariern dürfen nicht länger in den Händen der Parlamentarier selbst liegen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass diejenigen, die von einer Gehaltserhöhung profitieren, auch diejenigen sind, die darüber abstimmen. Eine mögliche und faire Lösung wäre die strikte Koppelung der Diäten an die reale wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Steigt das Bruttoinlandsprodukt und sinkt die Inflation, können die Bezüge steigen. Schrumpft die Wirtschaft, wie es aktuell der Fall ist, müssen konsequenterweise auch die Gehälter der Politiker sinken. Nur wenn diejenigen, die die politischen Entscheidungen treffen, die wirtschaftlichen Konsequenzen ihrer Politik am eigenen Leib – sprich am eigenen Bankkonto – spüren, wird sich ihr Handeln ändern. Nur dann entsteht wieder eine echte Schicksalsgemeinschaft zwischen Regierenden und Regierten. Solange Politiker die negativen Folgen ihrer katastrophalen wirtschafts- und energiepolitischen Entscheidungen einfach durch automatische Diätenerhöhungen kompensieren können, gibt es für sie keinen echten Anreiz, umzudenken.

Der Skandal in Baden-Württemberg ist somit mehr als nur ein lokales Ärgernis. Er ist ein Symptom einer tief kranken politischen Kultur in Deutschland. Die etablierten Parteien haben das Maß und die Mitte völlig verloren. Sie agieren nach dem Prinzip “Nach uns die Sintflut”. Dass die Union und die Grünen versuchen, dieses durchschaubare Spiel der Doppelmoral zwischen Bund und Land unbeschadet zu überstehen, zeigt, für wie dumm sie die Wähler halten. Die Bürger jedoch lassen sich nicht mehr so einfach für dumm verkaufen. Die mediale Vernetzung, die Aufklärungsarbeit alternativer Kanäle und die nackte finanzielle Realität im eigenen Geldbeutel sorgen dafür, dass solche Skandale ans Licht kommen und diskutiert werden.

Die anstehenden Wahlen werden zeigen, ob der Wähler bereit ist, dieses Kartell der Selbstbereicherung weiterhin zu tolerieren. Die “Nullrunde”, die die AfD gefordert hat, mag im Landtag von den anderen Parteien als populistisch abgetan worden sein. In den Augen der arbeitenden Bevölkerung ist sie jedoch das einzig moralisch und wirtschaftlich Vertretbare gewesen. Die etablierten Parteien haben mit dieser schamlosen Abstimmung ihr eigenes Grab ein Stück weiter geschaufelt. Wer in Zeiten größter Not den eigenen Profit über das Wohl des Volkes stellt, hat jegliche Legitimation verloren, dieses Land in die Zukunft zu führen. Der politische Offenbarungseid von Stuttgart wird nicht vergessen werden – er wird als das traurige Paradebeispiel für die Dekadenz und Gier einer abgehobenen politischen Kaste in die Geschichte eingehen. Es liegt nun an den Bürgern, bei der nächsten Wahl ein unübersehbares Zeichen zu setzen und diese politische Arroganz abzustrafen.

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