Alice Weidel startet einen heftigen Angriff auf Friedrich Merz, ukrainischer Drohnenangriff fegt durch Zentralrussland.VA
Vor dem Hintergrund des jüngsten Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist es im Deutschen Bundestag zu einer scharfen und emotional aufgeladenen Debatte gekommen. Im Zentrum stand eine Generalabrechnung der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel mit der Migrations-, Wirtschafts- und Außenpolitik der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Während die Opposition radikale Kurswechsel und ein Ende des von ihr bezeichneten „Kontrollverlusts“ forderte, reagierten Teile der Regierung und Kanzler Merz während der Rede mit Gelächter – ein Vorfall, der nun für erhebliche Empörung sorgt.

AfD fordert fundamentale Migrationswende Anlässlich des Angriffs auf den CSD übte die AfD massive Kritik am Umgang der Regierung mit der Inneren Sicherheit. Alice Weidel forderte in ihrer Rede ein radikales Umdenken und präsentierte ein umfassendes Konzept zur Migrationspolitik. Zu den Kernforderungen der AfD zählen die „lückenlose Schließung“ der Grenzen, die ausnahmslose Zurückweisung illegal Einreisender ohne gültige Papiere sowie der sofortige Stopp des Familiennachzugs. Darüber hinaus verlangte Weidel eine konsequente Abschiebung straffällig gewordener und nicht aufenthaltsberechtigter Migranten. „Niemand hat ein Recht auf Sozialleistungen, wenn er noch nie in unsere Sozialsysteme eingezahlt hat“, betonte sie nachdrücklich und forderte die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für Asylbewerber.
Das amtierende Kabinett versuche laut AfD lediglich, die Bevölkerung durch „Alibi-Maßnahmen und Symbolpolitik“, wie sporadische Abschiebeflüge, zu blenden. Die Realität in den Städten sei jedoch von Übergriffen und No-Go-Areas geprägt, die durch eine „Politik des Schönredens und Leugnens“ begünstigt würden.
Frontalangriff auf Kanzler Merz Neben der Migrationspolitik warf Weidel Kanzler Merz massiven Wortbruch vor. Sie zählte eine Reihe angeblich gebrochener Wahlversprechen auf – von der ausgebliebenen Rückkehr zur Kernkraft über die nicht erfolgte Abschaffung des Heizungsgesetzes und des Verbrennerverbots bis hin zu ausbleibenden Steuerentlastungen. Stattdessen belaste die Koalition den unternehmerischen Mittelstand sowie die bürgerliche Mitte mit Rekordverschuldung und höheren Sozialabgaben. Weidel prognostizierte aufgrund dieses „verantwortungslosen Haushalts“ eine tiefe Vertrauenskrise und warnte vor der fortschreitenden Deindustrialisierung Deutschlands.
Zudem griff sie die Außen- und Verteidigungspolitik der Regierung scharf an. Der Bundesregierung wurde eine „Kriegstreiberei“ vorgeworfen, da sie durch finanzielle und militärische Unterstützungen an die Ukraine eine Ausweitung des Konflikts riskiere und sich Friedensbestrebungen aus den USA widersetze.
Gelächter auf der Regierungsbank sorgt für Skandal Einen Eklat verursachte die Reaktion aus den Reihen der Regierung. Während Weidel die aus ihrer Sicht drohende Eskalation des Ukraine-Krieges und die dramatischen Folgen für die deutsche Wirtschaft skizzierte, lachten Kanzler Friedrich Merz und weitere Kabinettsmitglieder hörbar auf. Dieses Verhalten wird nun von Kritikern als respektlos und unpassend bewertet, insbesondere vor dem Hintergrund der ernsten Lage nach dem Anschlag in Berlin.
Während der Kanzler in einer früheren Stellungnahme zu mehr Toleranz und Vielfalt aufgerufen hatte, werfen ihm Kritiker nun vor, die sicherheitspolitische Dimension islamistischer Bedrohungen – wie beim CSD-Anschlag deutlich geworden – gezielt zu ignorieren oder herunterzuspielen. Die politische Auseinandersetzung über den Umgang mit Täterprofilen und Fahndungsbildern in der Öffentlichkeit dürfte sich nach dieser Sitzung weiter zuspitzen.
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