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„Der verweigerte Handschlag“ – Ulrich Siegmund packt aus: Merz, die Lügen der Elite und der Untergang der politischen Kultur.TA

**„Der verweigerte Handschlag“ – Ulrich Siegmund packt aus: Merz, die Lügen der Elite und der Untergang der politischen Kultur**

Es war ein Moment, der in wenigen Sekunden mehr über den Zustand der deutschen Demokratie aussagte als hundert Sonntagsreden zusammen. Am Rande einer Ausschusssitzung im Bundestag streckte Ulrich Siegmund, Bundestagsabgeordneter der AfD, Friedrich Merz die Hand entgegen – eine ganz normale, menschliche Geste. Merz blickte ihm kurz in die Augen, drehte sich um und ging wortlos weiter. Kein Handschlag. Kein Nicken. Nicht einmal Verachtung, nur kalte Ignoranz. Die Kameras liefen. Das Bild ging viral.

Für viele war es nur eine weitere peinliche Szene im politischen Alltag. Für Ulrich Siegmund war es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

„Dieser verweigerte Handschlag war kein Versehen“, sagt Siegmund in diesem exklusiven Interview, das er uns nur wenige Tage später gab. „Das war eine bewusste Demütigung, eine öffentliche Hinrichtung der Höflichkeit. Und genau das ist das Problem dieses Landes geworden: Wir haben aufgehört, uns als politische Gegner zu behandeln. Wir behandeln uns als Feinde.“

Der AfD-Politiker sitzt entspannt in seinem Büro, doch seine Stimme vibriert vor Wut. Mit 58 Jahren gehört Siegmund zu den erfahrenen Parlamentariern der AfD-Fraktion. Früher war er Unternehmer im Mittelstand, importierte Maschinenbauteile aus Osteuropa. Heute kämpft er gegen das, was er als „System der Ausgrenzung“ bezeichnet.

„Man hat versucht, mich fertigzumachen, seit ich 2019 in den Bundestag eingezogen bin. Zuerst die Medien, dann die Parteien, dann sogar Teile der eigenen Familie. Aber wissen Sie, was das Schlimmste ist? Die Heuchelei. Dieselben Leute, die sonntags von ‚Demokratie‘ und ‚Streitkultur‘ predigen, praktizieren montags Apartheid im Parlament.“

Siegmund erzählt von einer Sitzung des Haushaltsausschusses, bei der es um den Rundfunkbeitrag ging – jene umstrittene Zwangsabgabe, die jeder Haushalt in Deutschland zahlen muss, unabhängig davon, ob man ARD, ZDF oder Deutschlandradio konsumiert oder nicht.

„Hinter verschlossenen Türen haben mir Abgeordnete von SPD und Grünen zugeflüstert: ‚Natürlich ist das System ungerecht. Natürlich ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein linker Propagandaapparat. Aber wir können ihn nicht abschaffen, sonst verlieren wir die Deutungshoheit.‘ Das waren ihre exakten Worte. Fünf Minuten später stehen dieselben Personen im Plenum und reden von ‚unabhängigem Journalismus‘ und ‚Schutz der Demokratie‘.“

Der AfD-Politiker lacht bitter. „Das ist die wahre Spaltung Deutschlands. Nicht zwischen Links und Rechts. Sondern zwischen denen da oben und denen da unten. Zwischen denen, die noch ehrlich sind, und denen, für die Politik nur noch ein Spiel um Macht und Pfründe ist.“

### Die Doppelmoral der „demokratischen Mitte“

Siegmund geht noch weiter. Er spricht von systematischen Absprachen zwischen CDU, SPD, Grünen und Linken, um die AfD aus allen Ausschüssen und Entscheidungen herauszuhalten – eine Praxis, die mittlerweile sogar vom Verfassungsgericht kritisch gesehen wird.

„Merz hat einmal gesagt, die AfD sei ‚keine normale Partei‘. Gut. Dann soll er das auch konsequent durchziehen. Aber dann soll er aufhören, von ‚Einheit‘ und ‚Zusammenhalt‘ zu reden. Entweder wir sind alle Demokraten oder keiner. Dazwischen gibt es nichts.“

Besonders scharf kritisiert Siegmund die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender über die AfD. „Jeder Fehler eines AfD-Politikers wird zum Skandal hochgejazzt. Gleichzeitig werden Verfehlungen bei Grünen und SPD heruntergespielt oder ganz verschwiegen. Das ist kein Journalismus mehr. Das ist Kampagnenjournalismus auf Kosten des Gebührenzahlers.“

Er nennt konkrete Beispiele: Den Skandal um die Cum-Ex-Geschäfte, bei denen auch CDU-Politiker verwickelt waren. Den Wirecard-Skandal unter Aufsicht der GroKo. Die millionenschweren Beraterverträge in der Corona-Zeit. Und natürlich die aktuelle Migrations- und Energiepolitik, die Deutschland nach seiner Meinung an den Abgrund führt.

„Wir haben in diesem Land eine Regierung, die die eigene Bevölkerung für dumm verkauft. Sie erzählen uns, dass offene Grenzen bereichern, während gleichzeitig die Kriminalitätsstatistiken explodieren. Sie erzählen uns, dass die Energiewende uns unabhängig macht, während die Strompreise durch die Decke gehen und die Industrie abwandert. Und wer das kritisiert, ist ein ‚Rechtsextremer‘.“

### Der persönliche Preis

Siegmund spricht auch offen über den persönlichen Preis, den er und seine Familie zahlen. Seine Frau wurde auf offener Straße beleidigt. Seine Kinder in der Schule schikaniert. Freunde haben sich abgewandt.

„Manche sagen, ich soll aufhören. Aber genau das wollen sie ja. Dass wir uns zurückziehen, klein beigeben, schweigen. Das werde ich nicht tun. Nicht solange ich noch atmen kann.“

Er erzählt von einem Treffen mit einem hochrangigen CDU-Funktionär außerhalb des Bundestags. „Der Mann hat mir unter vier Augen gesagt: ‚Ulrich, viele von uns denken ähnlich wie ihr. Aber wir haben Angst. Angst vor den Medien, Angst vor den Spendern, Angst vor dem eigenen Apparat.‘ Das zeigt doch alles.“

### Warum der Handschlag verweigert wurde

Zurück zum Ausgangspunkt: dem verweigerten Handschlag.

Siegmund hat eine klare Theorie: „Merz steht unter enormem Druck. Die CDU versucht verzweifelt, nach rechts abzugrenzen, um nicht selbst in die ‚rechtsradikale‘ Ecke gestellt zu werden. Gleichzeitig weiß Merz ganz genau, dass große Teile der eigenen Basis mit vielen AfD-Positionen sympathisieren – besonders bei Migration, Energie und Steuern. Dieser Handschlag wäre ein Signal gewesen: Wir erkennen euch als legitime Opposition an. Das durfte er nicht riskieren.“

„Aber wissen Sie, was das Tragische ist? Mit dieser Haltung tötet er genau das, was die CDU früher stark gemacht hat: die Fähigkeit zum echten Dialog. Stattdessen kopiert sie die Ausgrenzungsstrategie der Linken. Und am Ende verlieren alle – besonders das Land.“

### Die große Frage

Am Ende des Gesprächs stellt sich die große Frage: Kann Deutschland noch zusammengehalten werden?

Ulrich Siegmund bleibt überraschend optimistisch. „Die Mehrheit der Deutschen hat die Nase gestrichen voll. Man sieht es an den Umfragen. Man sieht es an den Wahlergebnissen in Ostdeutschland. Die Menschen wollen keine weiteren Experimente mehr. Sie wollen Sicherheit, Wohlstand, Normalität und ehrliche Politik.“

„Der verweigerte Handschlag war kein Ende. Er war ein Anfang. Der Anfang vom Ende der Heuchelei. Die Menschen sehen jetzt ganz klar, wie die politische Klasse wirklich tickt. Und sie werden ihre Konsequenzen ziehen – an der Wahlurne.“

Der AfD-Politiker steht auf und reicht mir zum Abschied die Hand. Ein fester, warmer Händedruck.

„Sehen Sie?“, sagt er mit einem schiefen Lächeln. „So einfach kann das sein.“

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